Drucken

200211 Kläranlage V6 Bild

„Wäsche waschen“, „Geschirr spülen“, „Toilettengang“ und „Duschen“. Alles Tätigkeiten, die für uns selbstverständlich und alltäglich sind. Doch wo fließt das verbrauchte Wasser hin, nachdem es in den Abfluss gelangt ist? Und wie wird es wieder sauber?

Wir, die Schüler der 6. Klasse der Wirtschaftsschule Gunzenhausen, besuchten zusammen mit unseren Lehrkräften Frau Hardung und Herrn Dorn die Gunzenhäuser Kläranlage im Hollerfeld. Herr Ditz, Leiter dieser Anlage, führte durch die einzelnen Bereiche und vermittelte kompetent spannende Einblicke in die Welt der „Abwasserreinigung“. In den schönen, interessanten, aber auch kalten, windigen Stunden wurden uns u.a. folgende Fakten erklärt:   

Die Größe einer Kläranlage ist abhängig von der Menge des anfallenden Abwassers, der Besiedlungsdichte und anderen lokalen Rahmenbedingungen.
Das Schmutzwasser kommt über unterirdische Rohre in das Klärwerk. Die mechanische (erste) Reinigungsstufe entfernt neben den groben Schmutzteilen und den im Wasser schwebenden Erd- und Sandteilchen auch Öle und Fette. In der anschließenden, (zweiten) biologischen Reinigungsstufe wird das Wasser mithilfe verschiedener Mikroorganismen gereinigt. Bakterien, Pilze, Rädertierchen bauen im Abwasser lösliche organische Verbindungen ab. Nun folgt eine dritte Reinigungsstufe, in der Stoffe wie Phosphat und Stickstoff aus dem Abwasser entfernt werden können. Anschließend wird das weitestgehend von Schmutz- und Schadstoffen gereinigte Wasser wieder unserem lokalen Oberflächengewässer – der Altmühl - zugeführt.

Spannend war auch der abschließende Besuch des Faulturms und Labors. Im Letzteren wurden uns verschiedene Mikroorganismen mit Hilfe eines Mikroskops an die Wand projiziert, damit wir für kurze Zeit in die Welt der Kleinstlebewesen eintauchen konnten.

Am Ende hatte Herr Ditz noch eine lustige Geschichte erzählt, in der ein Mann sein Gebiss aus Versehen hinuntergespült hatte und in der Kläranlage gesucht hat, jedoch erfolglos.

Rüdiger Dorn